Nach meinem Ironman-Abenteuer zwei Wochen zuvor habe ich „zum Drüberstreuen“ auch noch am Gösselsdorf-Triathlon (im Bereich des Klopeiner Sees) über eine Kurz- bzw. Sprintdistanz teilgenommen: 500m Schwimmen, 32km Radfahren und 7km Laufen. Der Bewerb war gleichzeitig die Kärntner Meisterschaft. Obwohl ich tags zuvor noch lamentiert hatte, dass es verflixt ist, wie lange die Regeneration nach dem Eisenmann dauert und ich einfach noch nicht auf Touren komme, hat es dann doch ganz gut geklappt. Konkret habe ich für das Ding 1:39:58 gebraucht und damit meine Zeit aus dem Vorjahr 2005 (als ich ebenfalls mit meiner „Performance“ und 1:46:17 durchaus zufrieden war) um fast 6,5 Minuten verbessert. Es dürfte da also zwischenzeitlich tatsächlich ein bisserl was weiter gegangen sein…

 

Schwimmen: Start in drei Wellen mit je ca. 10 Minuten Zeitunterschied, ich in der zweiten. War’s im letzten Jahr unterwegs mitten im Pulk ein echtes Gemetzel, so habe ich mich diesmal am Start erstmals ganz vorne eingereiht. Dadurch war anfangs zwar freie Bahn, aber blöder Weise habe ich ZU intensiv angefangen und war schon nach der Hälfte völlig k.o. Deshalb musste ich mitten im schönen Gösselsdorfer See auf Sparbetrieb umschalten und wurde infolge (und im wahrsten Sinn dieses Wortes) von mehreren anderen „überschwommen“. Schlemper, schlemper, Kraft zum Zurückhauen hatte ich auch keine mehr, schöner Schas. Seerosen schmecken grauslich. Mein Swimsplit war mit 10:51 zwar eine gute Minute schneller als 2005 (und komischer Weise platzierungsmäßig erstmals meine beste Teilleistung), aber fast elf Minuten für 500 Meter sind trotzdem nicht wirklich berauschend.

 

W1+Radfahren: Dann vom Swim-Exit zur Wechselzone und weiter an den entlang der Uferstraße aufgereihten Rädern insgesamt gut 600m (!) barfuß geschurlt (mein Rad stand ganz am Ende der W1). Zirka ab der Hälfte der Strecke bei km 15 hat sich eine nette 5er-Gruppe zusammen gefunden, die ebenso emsiges wie verbotenes Windschattenfahren betrieb. Glück muss man haben: Der böse Motorrad-Kampfrichter ist genau dann bei uns vorbei gekommen, als ich beim steten Führungsabwechseln vorne war. Die vier hinter mir haben je zwei Minuten Zeitstrafe ausgefasst, ich aber nicht *g* Am Ende haben die 32 Radkilometer inklusive Wechselzone (die auch heuer nicht extra rausgestoppt wurde) 54:25 gedauert (viereinhalb Minuten schneller als 2005), der Tacho hat am Ende erstmals fast 40 km/h Durchschnittstempo (39,78) angezeigt.

 

W2+Laufen: Keine besonderen Vorkommnisse. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde ich diesmal vom starken Anstieg zwischen km 3,6 und 5 zwar nicht mehr überrascht, ein bisserl mühsam war er trotzdem. Inklusive Wechselzone dauerten die 7km 34:41 (um gut 40 Sekunden flotter als 2005).

 

Resümee: Es war sehr schön und hat mich sehr gefreut. Platz 146 unter 512 gestarteten Teilnehmern ist auch ganz okay, finde ich… ;-)