Die Geschichte von der Wiederentdeckung der Sportlichkeit:
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"Schönheitspreis
gibt's da wie dort
keinen. Aber der Vergleich über-
zeugt mich zu-
mindest selbst"
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[Robert L., Juli 2006]

April 2001 Juni 2001 August 2003 Mai 2004 August 2005

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Juli 2001 bis Juli 2006:
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Fünf Jahre
-Ausdauer-sport im Rückblick

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Zumindest die Hüte sehen sich irgendwie ähnlich... ;-) *g*

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Erster Marathon: Wien 2002


Ferlach-Triathlon 2005


Wien-Energie-HM April 2003


Wien-Marathon 2006


Wachau-Marathon Sept. 2003


Viennaman-Triathlon 2005



Gösselsdorfer Triathlon 2005


Höhenstraßenlauf Okt. 2003


Mondsee-Triathlon 2005


Im Wien-Marathon-Ziel 2004


Mondsee-Triathlon 2005


Auch nass beim Tirol-Speed-
Halbmarathon im Juni 2004


Alles was ein Mann schöner
ist als ein Aff, ist ein Luxus...



Kärnten läuft-HM 2004


Persönliche Bestzeit von 3:37
beim Berlin-Marathon 2004




16. Juli 2006: Ironman !



 Kapitel 1: Blade Sau, nimm ab !

13. Juli 2001: Der gelernte Sportwissenschafter Mag. Robert Labner stellt sich
erstmals seit vielen vielen Monaten wieder mal auf die Waage. Das Ergebnis ist ein
persönlicher Schock:
113 Kilo.
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Schlagartige Erkenntnis: Bis hierher und nicht weiter. Was hatte ich seinerzeit auf der
Uni gelernt, wie man am besten abnimmt ?  Eben: Weniger fressen und mehr laufen.
Oder akademisch korrekter: Körperfettreduktion durch Ausdauerbelastung und Ernähr-
ungsmodulation.
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Das Problem dabei: Ich hatte das Durch-die-Gegend-schurln nie wirklich geschätzt. Es
gab zwar schon mal irgendwann ein einsames Robert’sches Lauffrühjahr, aber so wirk-
lich meins war das vorher noch nie…
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16. Juli 2001: Nach ein paar Tagen mentaler Vorbereitung und innerer Sammlung
„beginnt auch der längste Weg mit dem ersten Schritt“. Konkret: Das erste Mal „Laufen
gehen“ (es war schon mehr Laufen als Gehen, glaub’ ich zumindest…).
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Sommer 2001: Da beruflich nicht viel los war (es hätte ja die Gymnastik-WM im
Herbst in Wien sein sollen, dafür war alles terminlich frei geschaufelt, aber dann erfolg-
te bekanntlich die unrühmliche Absage im letzten Moment) hatte ich Zeit, um mich auf
mein Projekt „Abnehmen“ zu konzentrieren. Ich hab’s hopp oder tropp durchgezogen:
Fast täglich 45 Minuten bis eine Stunde Schwitzen, deutliche Ernährungsumstellung.
So hatte ich vorher bis zu zwei Bier am Tag getrunken, jetzt waren es höchstens zwei.
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18. September 2001: Die Waage zeigte nach dem Morgenlauf 93 kg. In nur
zwei Monaten waren 20 kg verbrannt und zerflossen. Das muss mir auch erst mal wer
nachmachen. Aber jemandem anderen empfehlen hätte ich diese Radikalkur nicht dür-
fen: Es gab Tage, wo ich nach dem morgendlichen Laufen nahezu null Energie für den
weiteren Tagesverlauf hatte. In Summe war’s konsequent – aber sicher nicht „gesund“.
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11. Oktober 2001: Während eines knapp eineinhalbstündigen Laufes von Sölden
rauf nach Vent und zurück bzw. in die Abenddämmerung hinein (wolkenloser Himmel,
Bilderbuch-Sonnenuntergang hinter bereits schneebedeckten Bergen) passiert’s: Die
Motivation zum Laufen ändert sich schlagartig. Denn „es läuft“ erstmals „von
alleine“,
ist einfach für sich selbst geil. Alles ist super, der „Flow“ eingetroffen und
das vorher alles berherrschende Motiv Abnehmen muss zurück in die zweite Reihe
(dass
ich mir tags darauf am Gletscher beim Skifahren das Schlüsselbein gebrochen und
hintennach mit diesem Akutbruch bei der Turn-ÖM in Höchst eines der unangehmst-
schwierigsten Wochenenden meines Lebens durchgearbeitet habe, verstärkt als Kon-
trast die Erinnerung vielleicht….).
Wie auch immer: Laufen macht jetzt Spaß !
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 Kapitel 2: Marathon-Finisher !
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26. Mai 2002: Mein erster Marathon genau am 39. Geburtstag.
Im Ziel des
Vienna City Marathon mit 4:38 Stunden. Aber: Damals habe ich noch nicht wirklich ge-
wusst, was ich tue und so zirka fast jeden Anfängerfehler begangen, der überhaupt in
Frage kommt. Zum Beispiel war der Premieren-Marathon mein allererster wirklich langer
Lauf: Auf „Long Jogs“ die den Namen verdienten, verzichtete ich in der „Vorbereitung“
generös. Es war auch haarscharf dran am Aufgeben. Ab km 28 kamen die massiven
muskulären Troubles, ab dem Lusthaus (ca. km 33) bin ich mehr gegangen als gelaufen.
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Als oben auf der Stadionbrücke ca. bei km 36 die U3-Station in Sicht kam, war es eine
der größten (wenn nicht DIE größte) Selbstüberwindungsleistung meines Lebens
, nicht
den Hut drauf zu hauen und nach Hause zu fahren. Wenn es rettende Engel gibt, dann
ist einer davon genau im richtigen Moment vorbei „geflogen“: Jene mir unbekannte Läu-
ferin, die mir auf der Stadionbrücke beim Überholen auf die Schulter klopfte und meinte
„jetzt bist du schon so weit, jetzt hörst du nicht mehr auf !“. Wenn die nicht gewesen
wäre und en passant von hinten erkannt hätte, was da mit mir los ist, wer weiß….
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29. Mai 2002: Ich kaufe mir (noch kaum wieder gehen könnend) das erste Laufbuch
und beginne mit der theoretischen Aufarbeitung des Erlebten: Es musste wohl erst die
"Ich habe fertig"-Praxis den präpotenten Sportwissenschafter belehren, dass er längst
nicht alles weiß. Und da gab es gar wundersame Dinge zu lesen und auszuprobieren….
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Anfang Juli 2002: Eher zufällig kommt mir in Klagenfurt der Ironman in die Quere.
Mein respektvoller Eindruck (an den ich mich gut erinnern kann): „Lauter Verrückte !
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24. August 2002: Erster Halbmarathon -> Sehr sommerlich warme 21,1 km
„Kärnten läuft“ von Velden nach Klagenfurt in 1:47:21 stellen durchaus zufrieden.
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22. September 2002 - Halbmarathon beim Wiener Herbstlauf:  In
der Nachbetrachtung angesichts meines damaligen Trainingszustandes durchaus eine
kleine „Sternstunde“: 3x rund um die Ringstraße (u.U.) in 1:36:01. Es hat alles gepasst
und eigentlich waren es 1:35 und irgendwas, weil ich nicht wusste, dass es keine Net-
tozeitnahme gab und mir am Start deshalb Zeit gelassen hatte.
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31. Dezember 2002: Zu Silvester nach dem persönlichen Höhepunkt des Jahres
befragt, war die Antwort klar: Der Marathon !
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6. April 2003: Schneetreiben und Sturm beim Wien-Energie-Halbmarathon zwischen
Donauzentrum und Alter Donau. Zeit: 1:43:15, eine leise Enttäuschung.
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25. Mai 2003: Aus dem Plan, beim Wien-Marathon 3:45 zu laufen, jedenfalls aber
unter vier Stunden zu bleiben, wird gar nix: DNF. Aufgabe ca. bei Kilometer 28, bei
30°C im (kaum vorhandenen) Schatten des Wurschtelpraters und 180 Puls. Und der
weisen (?) Erkenntnis, dass es mir nicht genauso gehen möge, wie dem netten Mädel
neben mir, die wegen der Affenhitze von einem Schritt auf den nächsten kollabierte….
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Mitte Juli 2003: Nach einem morgendlichen Laufstünderl während der Welt-Gym-
naestrada in Lissabonn zeigt die Waage erstmals knapp
unter 83 kg an. Also mehr
als 30 Kilo weniger als am Beginn des ganzen Theaters. Ziel erreicht, Hakerl daneben.
Ab jetzt ging’s nicht mehr um Fettab-, sondern um Muskelaufbau. In den Winterspeck-
monaten der kommenden Jahre sollte übrigens immer wieder auch mal knapp der 9er
vorne stehen - aber das war nicht mehr das zentrale Thema....
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Mitte August 2003: Clash of Cultures (*g*): Erstmalige Benützung eines
Laufbandes
(igittigitt), weil’s mir nach einigen Runs durch Anaheim während der USA-
Turn-WM draußen beim Durchpflügen identisch anmutender quadratischer Häuserblöcke
zu fad geworden war. Und zu heiß bzw. nach dem Job schon zu dunkel. Die Alternative:
13. Stock, klimatisiertes Hotel-Fitnesscenter, Riesenfernseher vor mir - und neben mir
das echte Disneyland im Neon+Feuerwerk-Vollbetrieb durch das Panoramafenster. „Bin
ich noch ganz dicht, was tue ich hier eigentlich…?!?“  Ganz einfach: Das Hamsterrad-
Tempo rauf drehen und weiter laufen ! ;-)
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 Kapitel 3: Schneller laufen !

14. September 2003: Erster Marathon unter vier Stunden ! Konkret:
Wachau-Marathon von Melk nach Krems in 3:51:17. Erster HM in 1:50, „Mann mit dem
Hammer“ beim 37er und Probleme am Ende, aber in Summe sehr befriedigend….
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4. Oktober 2003: Man glaubt gar nicht, wie mühsam der „nur“ knapp 15 km lange
Wiener Höhenstraßenlauf
vom Leopoldsberg „hinunter“ zur Marswiese wird, wenn man
nach der vermuteten letzten Steigung bereits Vollgas gibt – und hinter der nächsten
Kurve plötzlich noch die „allerletzte“ sehr lange Steigung zum Häuserl am Stoan entge-
gen grinst….
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19. Oktober 2003: Man glaubt gar nicht, wie mühsam 27km rund um den Wolf-
gangssee werden,
wenn man den 300-Höhenmeter-Berg zu Beginn unterschätzt. Keine
Spur von lockerer Saisonausklang, sondern am Ende fast mehr gekämpft, als beim Ma-
rathon einen Monat zuvor, ohne während der Chose je das eigene Marathon-Durch-
schnittstempo zu erreichen….
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18. April 2004: Saisonbeginn mit dem Halbmarathon in Linz. Ein bisserl hasardierend
viel zu schnell begonnen, am Ende komplett blau ins Ziel, immerhin 1:38:48. Positiv zu
verbuchen.
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16. Mai 2004: Wien-Marathon mit erneuter Verbesserung der persönlichen
Bestzeit. Wenn auch nur knapp, um eineinhalb Minuten, auf 3:49:45. Vorgehabt hätte
ich 3:40, aber beim 33er im Prater kam dann doch wieder der Hammer.
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19. Juni 2004: Wenige Minuten vor dem Startschuss in Matrei am Brenner donnert
es das erste Mal und nahezu während der ganzen 21,1 km des „Tirol-Speed-Halb-
marathons
“ hinunter nach Innsbruck schüttet es wie aus Schaffeln. Außerdem geht’s
gar nicht dauernd bergab, sonders stückchenweise auch deutlich bergauf. Dazu gibt’s
nicht den sonst üblichen Rückenwind, sondern genau das Gegenteil… Fazit: Schöner
Schas, man hat mich also belogen (*g*), warum tue ich mir hier überhaupt diesen gan-
zen Schwachsinn an). Finish in 1:37:58 statt der angestrebten Zeit unter 1:30. Außer
Spesen nix gewesen.
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Anfang Juli 2004: Radausflug von Ferlach zum Ironman-Triathlon nach Klagenfurt,
um sich das Ganze im Allgemeinen etwas genauer anzusehen und um im Speziellen zu
schauen, wie es dem Hari Fritz bei seinem Debüt über die 3,8 km Schwimmen, 180 km
Radfahren und 42,195 km Laufen geht. Es ging ihm „gut“ (so weit das über diese Dis-
tanz möglich ist). Gepaart mit der Erinnerung, dass Hari seinen allerersten Marathon am
selben Tag wie ich absolviert hat - und ich beim "Nur-Laufen" stets flotter bin, als er -,
beginnt langsam ein Gedanke konkret Fuß zu fassen...
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14. August 2004: Vorsichtiges Schnuppern in eine neue Sportwelt:
1. Rosentaler Volkstriathlon in Ferlach über 300m Schwimmen (Brustbade-Stil), 24
km Radfahren (mit dem Ausflugsrad) und 7 km Laufen (auf der Überholspur). Im Ziel in
1:30:26 und mit der Erkenntnis, dass es erstens großen Spaß gemacht hat (nämlich
mehr als jeder Nur-Laufbewerb bisher) und man zweitens am Ende eines Triathlons trotz
voller Verausgabung nicht annähernd so fertig ist, wie am Ende eines in etwa gleich lang
dauernden reinen Laufes, konkret eines Halbmarathons.
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22. August 2004: Was (s.o.) sich gleich eine Woche drauf bestätigt. Herr Michael
Buchleitner verscherzt es sich
(eine Woche vor seinem Olympia-Marathon) mit mir zum
ersten Mal, als er als 1:30er-Pacemaker seinen Luftballon zu Beginn deutlich zu schnell
beim „Kärnten-läuft“-Halbmarathon von Velden nach Klagenfurt bewegt. Da ich nur
in der Gruppe der Pace folge und nicht auf die Uhr schaue, wundere ich mich zwar, weil
mir das Ganze SEHR schnell vorkommt. Aber erst als wer schreit „heast Michi ned so
schnö, des wean jo 1:25“ wächst das besorgte Problembewusstsein beim Kontrollblick
auf die Uhr. Fazit: Bei der Hälfte schrecklich eingegangen und mehr schlecht als recht
mit 1:36:28 ins Ziel getaumelt.
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26. Sept. 2004: Das war wohl DER Robert’sche Marathontag (auch
wenn ich mir das damals noch nicht wirklich eingestehen wollte). Der Berlin-Marathon
ist optimal gelaufen und ich wie ein Uhrwerk in 3:37:14 ins Ziel.
Das erste Mal,
dass der Mann mit dem Hammer während der 42 Kilometer nicht auftauchte, von Beginn
bis Schluss waren meine Kilometerzeiten nahezu identisch. Man beachte: Über eine
Stunde flotter als beim ersten Mal gut zwei Jahre davor.
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2. Oktober 2004: Zeichen für verbesserte Regenerationsfähigkeit: Wiener Höhen-
straßenlauf
nur sechs Tage nach dem Marathon und in 1:02, also über vier Minuten
schneller als (damals völlig ausgeruht) im Jahr davor.
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 Kapitel 4: Kraulen lernen !
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4. Oktober 2004: Erster Besuch des Stadthallenbades um „Schwimmen zu
trainieren“.
Ich kann nicht mal 50m durchkraulen, ohne abzusaufen. Hari Fritz wettet
mit mir um ein Bier, dass ich bei wöchentlich zwei Schwimmeinheiten in vier Wochen
500m Kraul schaffe. Ich möge nur vergessen, dass es Brustschwimmen überhaupt als
Option gibt.
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Anfang November 2004: Herr Fritz hat sich sein Bier verdient, aber mir ist nach
der Dauerschlemperei über 500m Kraulen so schwindlig und schlecht, dass ich mich an-
speiben gehe…. Seltsam: Eine Speiberei als Erfolgserlebnis !
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Mitte Dezember 2004: Erstmals sind 2km am Stück durchgekrault.
Aber alle im Becken überholen mich noch ununterbrochen, ich brauche über 50 Minuten
für das Vergnügen.
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24. Dezember 2004: Das Christkind bringt mir ein Triathlonrad.
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Februar 2005: Ein Neopren-Anzug wird eingekauft.
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17. April 2005: Hochmut kommt vor dem Fall. Und Herr Buchleitner verscherzt es
sich endgültig mit mir.
Als Pacemaker des Linz-Marathons läuft er zwar diesmal exakt
das richtige Tempo für die angestrebte Zielzeit von 3:30. Nur ist das leider zu schnell
für mich. Eigentlich hatte ich vor, so lange wie möglich mitzulaufen und bei Problemen
abreißen zu lassen. Blöder Weise kamen die Probleme viel massiver als nach dem „so
leicht“ gefinishten Berlin-Marathon noch für möglich gehalten. Am Ende stand bei einer
peinlichen Zielzeit von 4:10:29 (HM noch in 1:45) die Erkenntnis, dass ein Marathon
NIE zu locker genommen werden darf. Und dass DNF auch bei Extremkrämpfen und
Hammermännern keine Option ist. Klartext-Analyse: Wer seine eh schon winterlich
beschränkte Lauftrainingszeit 2x pro Woche in Schwimmen umwandelt, darf sich nicht
wundern, wenn trotz aller Long Jogs die Laufleistung sinkt. [>> Story]
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22. Mai 2005: Das wäre völlig unerwarteter Weise der Tag für eine klare persön-
liche Halbmarathon-Bestzeit gewesen. Aber leider trommle ich „nur“ als Startläufer
einer Staffel beim Wien-Marathon
rund 16 km in ca. 1:07 runter, hätte nachher
trotz Schlafdefizit locker gleich flott weiter rennen können….
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 5.: Ich mach' jetzt Triathlon !
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3. Juni 2005: Erster „echter“ Triathlonund zwar beim „Viennaman“
gleich über die Mitteldistanz.
2 km Schwimmen in der Neuen Donau, 88 km Radfahren
auf der Donauinsel und 20km Laufen am Kaisermühlendamm in insgesamt 5:22:53 Stun-
den. Vor dem Start hatte ich schrecklichen Schiss, was da wohl auf mich zukommt.
Aber es hat Spaß gemacht und am Ende war mir klar: Das war erst der Anfang. Auf den
letzten Kilometern hatte ich erstmals den Zieleinlauf beim Ironman in Klagenfurt deut-
lich vor Augen und war mir sicher: Das wird irgendwann klappen, ich will das schaffen…
[>>Bilder] [>>Story]
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3. Juli 2005: Genaue Beobachtung des „Ironman Austria“ in Klagenfurt mit dem klar
definierten Ziel, möglichst viel Info für den eigenen Start im Jahr darauf aufzusaugen.
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23. Juli 2005: „Gösselsdorfer Volkstriathlon“ über 500 Meter Schwimmen, 32 km
Radeln und 7 km Geländelauf. Mehr Scheibenräder und Viecher als „Volk“ am Start. Teil
genommen, abgehakt, 1:46:17 gebraucht, hat Spaß gemacht. Bleibende Erinnerung:
Beim Schwimmen erstmals so wirklich in eine der berüchtigten Wasserschlachten hinein
geraten. Es ist da im Wasser ganz schön sapperlot zugegangen. [>>Bilder] [>>Story]
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13. August 2005: „Rosentaler Volkstriathlon“ in Ferlach und Umgebung. Trotz
etwas längerer Radstrecke und knapp schlechterer Laufleistung insgesamt um drei Mi-
nuten schneller als beim Triathlon-Erstversuch im Jahr davor. [>>Bilder] [>>Story]
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21. August 2005: Endlich knacke ich meine Halbmarathon-PB aus
2002. Und zwar bei „Kärnten läuft“ in 1:35:55 trotz veritablem Sauwetter (selbst beim
Tirol-Speed-Lauf 2004 hatte es nicht SO stark geschifft). Na bitte. [>>Story]
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28. August 2005: Das dritte Wettkampfwochenende hintereinander: Beim Mond-
see-Triathlon probiere ich erstmals die Olympische Distanz
(1,5 – 40 – 10km) und
bin in 2:34 schneller, als erwartet/erhofft. In Erinnerung bleibt das saukalte Wasser
(16°) und das geile (weil verbotene ;-) Windschatten-Gruppen-Radfahren mit Mörder-
speed jenseits der 50 km/h bergab in verkehrsberuhigten kurvigen 30er-Zonen. Wenn’s
da einen vorne aufgeblattelt hätte, wären alle böse geflogen…. [>>Bilder] [>>Story]
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25. September 2005: Etwas wehmütig nehme ich beim Berlin-Marathon bei
3:37 zur Kenntnis, dass ich da ein Jahr zuvor gerade ins Ziel gelaufen bin und jetzt
noch fast zweieinhalb Kilometer vor mir habe. Aber ich hatte es schon vorher geahnt
und unterwegs deutlich gespürt: Die gewünschte Form war nicht (mehr?) da. Also
habe ich beim 26er das Tempo rausgenommen. Am Ende kamen Krämpfe und Hammer
trotzdem. Zieldurchlauf in 3:51:09. Im Anschluss schweres Krampfproblem. Na ja.

Oktober 2005: Ich merke, dass beim Schwimmen plötzlich viel weiter geht.
In nur wenigen Wochen knacke ich zuerst (von 22-23 Minuten her kommend) die 20-
Minutenmarke am Kilometer, um dann sogar einmal knapp unter 18 Minuten zu bleiben.
Ein Jahr zuvor hatte ich noch 25 Minuten dafür gebraucht. It’s all about the Wasser-
lage, I presume.
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November 2005: Eine Fahrradwalze wird angekauft. Angesichts der nicht wirk-
lich atemberaubenden Verwendungs-Intensität wär's wohl auch ohne gegangen….
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18. Jänner 2006: Erstmals 3,8 km durchgekrault, in einer mich selbst
überraschenden Zeit von 1:14 (Durchgangszeit für 2 km waren 37 Minuten). 
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7. Mai 2006: Es gibt ihn doch, den „Genuss-Marathon“.  Er ereignet
sich beim Wien-Marathon und ist nur als sehr langer „Trainingslauf unter Wettkampf-
bedingungen“ im 6er-Schnitt (also mit einer Zielzeit zwischen 4:10 und 4:20) geplant.
Doch weil’s so leicht geht, werde ich unterwegs immer wieder mal ein bisserl flotter und
am Ende geht’s mit 3:58 völlig sorgen- und problemfrei durchs Ziel am Heldenplatz. Das
Beste folgt im Anschluss, nämlich eine pipifeine Regeneration, schon am nächsten Tag
fühle ich mich wieder fit und trainings-startklar.
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27. Mai 2006: „Austrian Half Iron Triathlon“ in Graz und Umgebung.
Der letzte Vorbereitungsbewerb vor dem Ironman Austria läuft sehr zufrieden stellend,
ich verbessere meine persönliche Halbdistanz-Triathlon-Bestzeit trotz schwierigerer
Radstrecke und längerer Schwimmstrecke als beim „Viennaman“ 2005 um zwölf Minuten
auf 5:10 Stunden. Aber es ist mir trotzdem nicht ganz klar, wie ich eineinhalb Monate
später mehr als die doppelte Distanz schaffen soll. Denn am Ende des Laufens war ich
sehr auf Anschlag unterwegs…. [>>Story]
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5. Juni 2006: Am Pfingstmontag die kompletten 180 km der neuen Ironman-
Radstrecke in 6:23 abgespult.
Klingt vielversprechend, bislang ging es ja am Radl
noch nie weiter als 140 km. Aber dann noch ein Marathon ?  Wie soll denn das bloß
gehen ?!?!? Vielleicht des Rätsels Lösung: Gehen….
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 Kapitel 6.: Ironman-Finisher !
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16.Juli 2006: Finsher des Ironman-Austria-Triathlons in Klagenfurt.
Für den netten Sonntagsausflug über 226 km (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren
und 42,195m Laufen) benötige ich 12 Stunden, 41 Minuten und 17 Sekunden. Das ist
um 19 Minuten schneller als für einen "optimalen Tag" geplant, was vor allem darauf
zurück zu führen ist, dass ich für den abschließenden Marathon nur 4:33 brauche. Von
wegen "gehen..." (s.o.): Das Ding war durchgelaufen - und zwar trotz des etwas um-
fangreichen Aufwärmens sogar schneller, als mein Debüt-Marathon anno 2002. Im Ziel
ist am Ziel... [>>Story+Fotos]