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Online-Tagebuch vom 10.11.2007:
Tag 4: Race Day in Clearwater

Es ist vollbracht! Die vielen Trainingsstunden für die Vorbereitung (in den letzten Jahren), die Kosten für die diversen Ausrüstungs-gegenstände und Reisen und auch die "Entbehrungen", die man nicht nur selber auf sich nimmt, sondern die auch das Verständnis der Umgebung (Familie, Freunde, Arbeitskollegen,...) oft bis ans Limit bringen, wurden heute mit der gefinishten WM "belohnt".

Ich denke, dass es für jede/n Sportler das ultimative Ziel ist, einmal im Leben an Olympischen Spielen oder eben an einer WM teilzunehmen. Toll ist, dass es die Ironman-Serie geschafft hat, diesen Traum auch für Nicht-Profis in Erfüllungen gehen zu lassen... Hier an dieser Stelle möchte ich mich wirklich bei allen bedanken, die mich entweder aktiv unterstützt haben oder das Verständnis aufgebracht haben, mich diesen Sport ausüben zu lassen.

Nun zu den Renndetails: Wie bei diesen Veranstaltungen so üblich beginnt der Tag recht früh (4:45). Da wir fast eine Stunde hinter der ersten Welle starten, lassen wir uns mehr Zeit als üblich. Zuerst kommt mal das Body Painting und dann geht´s nochmals zum Rad um Futter und Getränke aufzuladen. Dann heißt´s warten, wobei wir die Zeit nutzten um den Profis zuzusehen (die waren lange aus dem Wasser bevor wir überhaupt gestartet sind).

Dann ist es soweit: noch eine kurze Panikattacke (Motto: "was misch ich Würschtel hier unter all diesen Athleten?"), aber dann geht es los. Da nur 200 Starter in unserer Welle sind, ist die Anfangskeilerei nicht so schlimm. Wellengang ist harmlos und komischer Weise schwimme ich auch nach einiger Zeit immer noch in der Gruppe... nach ca. 15 min. wird es ruhiger bevor es dann wieder wild wird, denn hinter uns startete die Altersgruppe der 18-25 jährigen und die holen uns bei der Hälfte ein und schwimmen halt einfach über mich drüber... na ja, das kennt man ja. Hat auch Vorteile, denn man kann sich ein bisschen anhängen und spart sich die Orientierung, denn die ist beim Rückweg sehr schwierig, denn es geht genau in Richtung der aufgehenden Sonne. Komme mir sehr langsam vor, sehe aber immer wieder auch Leute aus meiner Startgruppe (grüne Badehaube) und siehe da, nach ca. 38 min bin ich draussen. Neue Bestzeit für die 1,9 km. Yes, jetzt geht´s zur Sache. Fein ist das Neoprenausziehservice, denn es erspart einem die Gefahr des üblichen Wadenkrampfes...

Also ab auf die 90km-Radstrecke. Leider wird der Wind immer stärker und das erste Teilstück ist zäh, aber dann geht´s mit Rückenwind auf die zweite Hälfte... um dann am Schluss wieder gegen den Wind loszugehen. Abgesehen vom Wind sind die endlosen Geraden eine ziemliche psychische als auch physische Herausforderung (immer nur in der Aerolenker-Position, keine Abwechslung). Die Uhr zeigt, dass eine neue Bestzeit mögliche wäre, also wird alles riskiert und ordentlich Druck gemacht. Ziel: unter 2:50. Und tatsächlich geht es sich knapp aus! Strahlend werden die Laufschuhe angezogen und los geht´s.

Ziel für den abschließenden Halbmarathon über 21,1 km wäre 1:50. Aber bereits nach der ersten Meile merke ich, dass ich alle meine Körner auf der Radstrecke verschossen habe und es wir eine ziemliche Quälerei immer kurz vor einem Krampf in den Oberschenkeln. Na, ja. Es war recht schnell klar, dass das mit den 1:50 nix werden kann, also war das neue Ziel, den Lauf so weit es geht zu "genießen" und vor allem den Zieleinlauf bewusst wahrzunehmen (im Gegensatz zur WM-Qualifikation Monaco, wo ich mich nicht an den Zieleinlauf erinnern kann).

Zu guter Letzt wurde es nach einem sehr schwachen Halbmarathon in 2:12 noch eine Gesamtzeit von 5:46. Das ist zwar neue persönliche Bestzeit (knapp), aber eigentlich war ja sub 5:30 geplant. Macht aber nix. Jetzt wird mal ordentlich abgefeiert, wobei diese Details nicht mehr den Weg in diesen Blog finden werden (Schade, Anm.d.Red.;-) Damit ist die Berichterstattung abgeschlossen und ich hoffe, dass der geneigte Leser etwas Freude daran hatte.

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