Robert Labners Berichterstattung vom 2. Rosentaler Volkstriathlon am 13. August 2005 in Ferlach: "Das "2." zählt sowohl für die Veranstaltung, als auch für mich selbst: Ich hatte 2004 bei der Premiere erstmals reingeschnuppert, gestern war schon mein Debüt-Jahrestag. "Volkstriathlon" war als offizieller Titel erneut ein wenig missverständlich: Insgesamt gingen 423 Aktive an den Start und ich habe mir in der Wechselzone den Spaß erlaubt, die Nicht-Renn/Triathlon-Räder zu zählen. Es waren fünf. Die Tatsache, dass es sich gleichzeitig um die Kärntner Landesmeisterschaft der Spint-Distanz gehandelt hat, macht das Bild realitätsnäher....
 
Schwimmen: Die Strecke war mit 350m um 50m länger ausgeschrieben als 2004, meine Zeit mit 8:04 fast identisch (eine Sekunde schneller als damals noch mit Brustschwimmen). Wobei es fast schon unpackbar "kollegial" nahkämpferisch zugegangen ist. Es waren viel mehr Leute am Start wie im Vorjahr, die Strecke für einen Triathlon sehr kurz, außerdem links und rechts mit Absperrungen sehr eng begrenzt - und alle wurden gleichzeitig ins Wasser geschickt, hatten ihre Freude daran, kräftig um sich zu boxen. Ich habe mich die ganze Zeit geärgert, dass ich wegen meiner Mittelfeld-Startposition durch die Wand der Leute nicht durchgekommen bin, immer bremsen musste und nicht annähernd Normaltempo kraulen konnte. Einmal ist tatsächlich einer quer über mich drüber geschwommen und ich habe ordentlich geschlempert (er gleich drauf auch, ein netter Sport *g* ;-)
 
Rad: Ganz andere Streckenführung als 2004, deswegen sind die Zeiten nicht vergleichbar, auch, weil es heuer mit 25 km um 1 km mehr zu strampeln gab. Mit 43:51 war ich im sehr kupierten Gelände (fast nix flach, immer rauf oder runter) auf Anschlag unterwegs, habe ich mich erstmals auch beim Radeln im Mittelfeld behauptet. Zu Beginn war's besonders in den Kurven mehrfach wegen der "Stoßzeit" nicht ganz ungefährlich: Wenn innerhalb von nur wenigen Minuten so viele Leute gleichzeitig auf Druck und mit völlig unterschiedlichen Tempi los fahren, kann man sich vorstellen, wie es da auf der eher schmalen als breiten Straße zugegangen ist.
 
Laufen: Selbe flache Strecke wie 2004, zuerst war mir 2km lang noch schlecht vom offensichtlich zu viel Iso-Saufen am Radl, dann kriegte ich für weitere 2km Seitenstechen. Ich habe im Vorjahr 32:07 gebraucht und heuer 32:10....
 
Fazit: Gesamtrang 169 (M40-Klassenrang 37), langsam wird das also was. Mit einer Endzeit von 1:27:01 habe ich mich gegenüber 2004 um knapp dreieinhalb Minuten verbessert, wofür (trotz etwas längerer Strecke, s.o.) hauptsächlich das Radfahren (und da wohl auch das nun vorhandene sportartspezifische Wettkampfgerät) verantwortlich war. Schwimmen (allerdings bei angeblich etwas längerer Bahn und viel mehr Blockierern) und Laufen waren annähernd gleich, in den Wechselzonen habe ich mich um insgesamt 19 Sekunden schneller umgezogen (was aber relativ ist, denn ich habe in Summe fast drei Minuten in der Garderobe zugebracht, der Sieger nur eine). Im Vergleich zu den Spitzenzeiten (alle zwischen einer und zwei Minuten langsamer als 2004) und der Tatsache, dass ich heuer eine ganze Reihe Leute geputzt habe, die im Vorjahr um mehr als sechs/sieben Minuten vor mir waren, bin ich nicht unzufrieden. Es machte viel Spaß und kommt mir so vor, dass das tatsächlich "mein" Sport für die nächsten Jahre sein wird. Und es befriedigte einmal mehr ungemein, wie viele Leute hinter mir ins Ziel gekommen sind, die auf den ersten Blick deutlich "sportlich leistungsfähiger" ausgeschaut haben. Auf gebaut kommt's bekanntlich nicht an.... ;-)