MTVH-Sportwart Robert Labner beim LCC-Herbstmarathon am 29.10.2006

 

"Ich darf heute von einem durchaus zufrieden stellenden Ende der Laufbewerbssaison berichten. Der LCC-Herbstmarathon im Prater (4x 10km + 2km extra in der letzten Runde mit Start, 3x Durchlauf und Ziel im Happelstadion) war mein vierter und letzter im heurigen Jahr, dazu kamen ein Halbmarathon, ein Ironman-, ein Halbironman-, ein Olympiadistanz- und ein Sprint-Triathlon. Mein Pensum 2006 war also gar nicht so übel, finde ich… ;-)

 

Im Gegensatz zur Wachau vor sechs Wochen (wo ich gezockt, zu schnell begonnen und am Ende Probleme hatte), habe ich das Ding heute wieder konstant auf Nummer Sicher durchgezogen. Alle Fünfer-Splits vom Start bis inkl. km 30 lagen zwischen 27:35 und 28:11, also relativ konstant (wobei die flottesten fast auf die Sekunde exakt gleich „schnell“ zwischen km 15 und 30 dran waren). Dann habe ich wegen Knieschmerzen einen etwas vorsichtigeren Schritt gewählt und ganz am Ende kam fürchterlich störender Wind dazu. Es folgten 5er-Splits mit 28:38 und 29:43 sowie eine Endzeit von 3:58:23. Im Vergleich mit meiner PB von 3:37 aus 2004 nicht wirklich berühmt, aber ich werde ja – wie mir zuletzt immer mehr Leute freundlicher Weise mitgeteilt haben – auch nicht jünger. Und immerhin war das heute um ein paar Zerquetschte schneller als der Wien-Marathon im Mai und damit mein schnellster unter den vier 42,195ern.

 

Im Übrigen Nr. 1:  Heute in der Früh zeigte die Waage auch noch nach allen „körpergewichtsreduzierenden Maßnahmen“ haarscharf über 90 Kilo. Als fünf (!) Kilo mehr als vor knapp dreieinhalb Monaten beim Ironman-Start. Dazwischen lag auch kaum eine ernst zu nehmende Trainingseinheit (jedenfalls kein einziger Long Jog, wenn man vom Kärnten-läuft-Halbmarathon und vom Wachau-Marathon absieht). Ich war also am Start sehr unsicher, was da wohl möglich/unmöglich sein bzw. wie ich am Ende in Schuss sein würde. Umso befriedigender, dass die Grundlage(nausdauer) sich noch nicht verabschiedet hat. Ich hatte heute nie muskuläre Probleme, auch der Hammer war nie ein Thema. Gut so. Im Ziel waren es dann 86,5 kg Körpergewicht. Da ich unterwegs ausreichend gefuttert und getrunken habe, darf man meinen heutigen Ausflug also ohne Weiteres auch als wampenfettverbrennende Abmagerungskur verstehen… ;-)

 

Im Übrigen Nr. 2: Der Wind (Sturm) war heute kein Scheiß nicht. Im Wurstelprater konnten die meisten luftigen Attraktionen nicht fahren, mit 80 bis 100 km/h brauste der Wind angeblich durch Wien und hat zahlreiche Schäden verursacht. Es gab auf der Laufstrecke mehrere Stellen/Momente, wo es das dichte Laub so extrem dicht aufgewirbelt hat, dass man vom Gefühl her fast wie in eine Mauer hinein gelaufen ist. Dummerweise waren die Rückenwindpassagen hauptsächlich Donau-fern und damit tendenziell windgeschützter, während es gegen den Wind vor allem in der zweiten Hälfte wirklich ungemütlich wurde. Insbesondere die letzten drei Kilometer vom Lusthaus bis ins Ziel waren voll gegen den nunmehr wirklich argen Sturm. Es wäre vielleicht sogar spaßig gewesen, wie es da geblasen hat, wenn das nicht das Ende eines Marathons gewesen wäre. Muss man aber auch erlebt haben. Jedenfalls hat heute fast ein Fünftel der Teilnehmer aufgegeben, also eine unüblich hohe Zahl -> die wohl auf das Wetter zurück zu führen war".

Der Zieleinlauf im Praterstadion