Zuerst habe ich mich nur geärgert....

 

… aber man will ja nicht jede Woche einen Misserfolgsbericht lesen. Daher lautet die Story zu meinem Abschneiden beim heutigen 6. int. Mondsee-Triathlon über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) wie folgt:

 

Irgendwie bin ich heute überhaupt nicht auf Touren gekommen und hatte immer das Gefühl, dass ich mich viel kräftiger/flotter hätte vorwärts bewegen können, wenn nur die blöde Muskulatur mitgespielt hätte. In dieser Form eine neue Erfahrung, also auch wieder wertvoll. Ich hatte dauernd das Gefühl, irgendwo gleich einen Krampf zu kriegen -> und dreimal isses auch passiert. Zweimal im linken Oberschenkel (1x beim Schwimmen, 1x beim Radschuhe ausziehen in der W2) und 1x origineller Weise während des Radfahrens in allen rechten Fingern bis rauf zum Handgelenk (das war überhaupt neu, nicht mal in der Pubertas ist mir das so untergekommen….;-). Erst beim Laufen wurde die Sache unterwegs wieder so richtig rund, aber dann war’s zu spät (abgesehen davon, dass mir – ebenfalls zum ersten Mal – beide Schuhbänder unterwegs aufgegangen sind).

 

Insgesamt habe ich heute 2:51:37 gebraucht, das war um 16 Minuten langsamer als 2005, als ich mit mir sehr zufrieden war. Doch angesichts einer neuen und viel giftigeren Radstrecke ist das nicht ganz so „dramatisch“, wie es auf den ersten Augenschein wirken mag: Die Siegerzeit war heute um neun Minuten langsamer als im Vorjahr, der Top10-Mittelwert sogar um 12 Minuten. Und meinen Gesamtplatz habe ich sogar ein wenig verbessert (von 419 auf 385 bei insgesamt 708 Teilnehmern). Alles also im üblichen Robert’schen „irgendwo mittendrin statt nur dabei“-Triathlon-Standardbereich.

 

Schwimmen: Ernsthaft enttäuschend. 32:51 waren nur eine halbe Minute schneller als 2005 und deutlich langsamer als mein Ironman-Durchschnittstempo vor sechs Wochen über mehr als die doppelte Distanz. Wos was i warum, a Schas und a Krampf (…) jedenfalls.

W1: 3:35 = langsam wie üblich.

Rad: Völlig neue Strecke, zu Beginn 23 km hauptsächlich flach entlang Mondsee und Attersee (wenn auch mit unangenehm böigen Windverhältnissen), aber dann: 5km kontinuierlich steil bergauf, davon 2km SEHR steil. Es folgten mehrere sehr kurvige Bergabkilometer auf sehr engen Straßen bei nasser Fahrbahn und Dauerregen. Unangenehm -> und notgedrungen vorsichtig = langsam. Erst dann konnte man den Rest bei einem Wolkenbruch „gemütlich“ ins Ziel rollen/treten, das man (auf den Tachos aller Leute, mit denen man ins Reden kam) nach 42 km erreicht hatte (von wegen 40 km olympische Distanz…). Gepaart mit der Tatsache, dass ich im Vorjahr von Beginn an Partner zum verbotenen Windschattenfahren gefunden hatte und heuer alles völlig alleine (schluchz) abstrampeln musste, resultiert daraus der Zeitunterschied zwischen 1:07 (2005) und 1:23:54 (heuer).

W2: Ein Morast, während die Sonne zaghaft wieder raus kam, 2:05 Dauer.

Laufen: Normal, 10 km in 49:10 inklusive zweier Schuhbinde- und einer damit gleich verbundenen Pinkelpause relativ unambitioniert (wegen des Vorleistungsärgers) runter geklopft. Unterwegs bin ich ins Rollen gekommen (am Rad wär’s g’scheiter gewesen), war aber auf identischer Strecke trotzdem um eineinhalb Minuten langsamer als 2005.

 

Was lernen wir daraus ?

Dauer-Hochform gibt’s nicht, schon gar nicht im Ausdauersport. Sechs Wochen nach dem absoluten Highlight muss das sogar ich (!!!!) offensichtlich zur Kenntnis nehmen *g*